German poem
Tot
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Du stiller See in Waldesnacht, Von wilden Rosen dicht umsäumt, Wie oft hab’ ich bei Frühlingspracht An deinen Ufern froh geträumt. –
Die Drossel schlug, die Nachtigall Sang ihre Sehnsuchtsmelodein, Und Duft und Blühen überall Im warmen Frühlingssonnenschein. –
Wohl singt auch jetzt die Nachtigall Und glüht und blüht der Rosen Pracht, Doch tot ist Duft und Liedesschall Und meine Seele stirbt in Nacht. –