German poem
Unentwegt
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Schon fünfzig Jahr hab’ ich gehofft, geharrt, Die gold’ne Neulands-Küste zu erschauen, Und immer hat ein Trugbild mich genarrt, Und immer schwand in Nächten sie und Grauen. – Die Zeit ist nah, wo man mich auch verscharrt Im Erdengrund, doch bleibt mir das Vertrauen, Daß endlich, endlich, wenn ich längst vergangen, Die Menschheit wird zu Menschenglück gelangen.