German poem
Tief unten
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Tief unten in den Nächten, Da ist es traurig bang, Tief unten in den Schächten, Da tönt’s wie Grabgesang. –
Da ist der Winde Pfeifen, Da ist der Tropfen Fall, Ein Tasten und ein Greifen, Gespenstig überall. –
Da sind die finst’ren Klüfte, Hohläugig wie die Gruft, Da sind die Moderlüfte, Da ist der Grabesduft. –
Und hier in dieser Hölle, Wo’s jedem Wesen graust, In Staub und in Gerölle Der arme Bergmann haust.
In diesen öden Klüften, Weltfern von Kind und Weib, In diesen Todesgrüften Stirbt Seele ihm und Leib. –