Versos German Heinrich Schäffer Konkurrenz

German poem

Konkurrenz

by (1808–1874)

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Ich kenne ein liebliches Mädchen, Für das mein Herze entbrennt; Jedoch ihr Vater ist leider Mein schlimmster Konkurrent.

Gelangt seine Firma zur Blüte, Dann komme ich auf den Hund, Doch siege ich in dem Kampfe, Geht er gewisslich zu Grund.

Bleibt jener andere Sieger, Ist sie eine gute Partie, Dann gibt er mir armen Schlucker Die einzige Tochter nie.

Doch schlage ich ihn aus dem Felde, Ist die Heirat ein misslicher Schritt, Dann bringt meine Herzallerliebste Keinen einzigen Kreuzer mit.

„Einst waren zwei Königskinder, Die hatten einander so lieb Und konnten zusammen nicht kommen, Das Wasser war viel zu tief.“

Leb’ wohl, mein schwarzbraunes Mädchen, Leb, wohl, o Liebe und Lenz! Viel schlimmer als meertiefes Wasser Ist unsere Konkurrenz.