German poem
Eilig
by Heinrich Schäffer (1808–1874)
Herr Vetter und Frau Base, Lebt wohl! Ich bin pressiert! Es giebt so manche Strasse, Drauf ich noch nicht marschiert; Die Welt hat viele Ecken, Die Namen kenn’ ich nur, Die Eisenbahn hat Strecken, Die ich noch nie durchfuhr; Es harren lust’ge Brüder, Dass ich die Schenke find’ Ich hab’ viel Schelmenlieder, Die noch zu singen sind; Noch giebt’s viel harte Schädel, Die ich verkeilen müsst’, Auch blüht manch rosig Mädel, Das ich noch nicht geküsst. Drum macht nicht viele Worte! Lebt wohl! Ich bin pressiert – Am Rhein giebt’s manche Sorte, Die ich noch nicht probiert. Mir winkt auf dieser Erden Kein Rasten und kein Ruh’n … Wie soll ich fertig werden? Ich hab’ zu viel zu thun!