German poem
Abgeblitzt
by Heinrich Schäffer (1808–1874)
Das Weiblein spricht in Gnaden: »Vielliebes Männchen du, Ach, kauf’ mir dort im Laden Die süssen, kleinen Schuh’!
Mit blitzenden Agraffen, Höchst elegant im Bau, Sind sie so recht geschaffen Für deine kleine Frau!« –
Da lacht der Mann verfänglich: »Bei deiner Schneiderin Die Rechnung war sehr länglich; Da schmilzt das Geld dahin!
Weshalb denn viel verschwenden Für solche lütje Fru? Ich trag’ sie auf den Händen, Drum braucht sie keine Schuh!«