German poem
Trost
by Johann Karl Wilhelm Geisheim (1784–1847)
(Joh. 16.)
Wo gehst du hin? Ich frage dich! Voll ist mein Herz von Trauer; Denn, Herr, dein Hingang mahnet mich An deines Todes Schauer.
Doch uns zur Sühne gehest du Zu deines Vaters Throne, Und sendest uns den Tröster zu, Daß er nun bei uns wohne.
Du hast die Wahrheit uns gesagt, Daß gut uns sei dein Scheiden! Erlösung hat durch dich getagt Uns von der Sünde Leiden.
Dein Trost begleitet uns hinfür Bis zu der Arbeit Ende, Bis sich zu dir, zur Himmelsthür Auch unser Fuß einst wende.
O daß uns dann der Wahrheit Geist Zu deinem Frieden leite, Und Wohnung uns, wie er verheißt, In deinem Licht bereite.