Versos German Ludwig Uhland Allgemeines Deutsches Kommersbuch:222

German poem

Allgemeines Deutsches Kommersbuch:222

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5. Heb zum Himmel unsern Kleinen, schluchz: Nun tot der Vater dein! Lehr ihn beten, gieb ihm Segen, reich ihm seines Vaters Degen! mag die Welt sein Vater sein!

6. Hörst? Die Trommel ruft zu scheiden: Drück ich dir die weiße Hand! Still die Thränen! laß mich scheiden! muß nun für die Ehre streiten, streiten für das Vaterland.

7. Sollt ich unter freiem Himmel schlafen in der Feldschlacht ein, soll aus meinem Grabe blühen, soll auf meinem Grabe glühen Blüm’= chen süß; Vergißnichtmein!

1. Ich hatt ei=nen Ka=mera=den, ei=nen bes=sern findst du nit. Die Trom=mel schlug zum Strei=te, er ging an mei=ner Sei=te in glei=chem Schritt und Tritt, in glei=chem Schritt und Tritt.

2. Eine Kugel kam geflogen, gilt's mir oder gilt es dir? Ihn hat es weggerissen, er liegt mir vor den Füßen, |: als wär's ein Stück von mir. :|

3. Will mir die Hand noch reichen, derweil ich eben lad. Kann dir die Hand nicht geben, bleib du im ewgen Leben mein guter Kamerad.

1. Ich möch=te dir so ger=ne sa=gen, wie lieb du mir im Herzen bist; nun a=ber weiß ich nichts zu sa=gen, als daß es ganz un=möglich ist, als daß es ganz un=mög=lich ist.

2. Ich möchte alle Tage singen, wie lieb du mir im Herzen bist; doch wird es niemals mir gelingen, |: weil es so ganz unmöglich ist. :|

3. Und weil es nicht ist auszusagen, weil's Lieben ganz unendlich ist, so magst du meine Augen fragen, wie lieb du mir im Herzen bist.

4. Darinnen wird geschrieben stehen, wie lieb du mir im Herzen bist; und drinnen wirst du deutlich sehen, was jedem Wort unmöglich ist.

1. Ich schieß den Hirsch im wil=den Forst, im tie=fen Wald das Reh, den Ad=ler auf der Klip=pe Horst, die En=te auf dem