German poem
Allgemeines Deutsches Kommersbuch:280
1. Wir sind die Kö=ni=ge der Welt, wir sind's durch uns=re Freu=de; was hilft die Kron und al=les Geld? was hilft der Stern am Klei=de? In un=sern Glä=sern per=let Wein, und al=les soll jetzt un=ser sein! In un=sern Glä=sern per=let Wein, und al=les soll jetzt un=ser sein.
2. Wir sind die Könige der Welt, wir geben ihr Gesetze, die gelten künftig mehr als Geld: kein Biedrer sie verletze! |: In unsern Gläsern perlet der Wein; drum höre, Welt, so soll es sein. :¦
3. Von Herzen gut und keinem feind, und fern von Trug und Neide, und aller guten Menschen Freund, und aller Menschen Freude, soll künftig jeder, groß und klein und reich und arm auf Erden sein.
4. Ein warmes, immer reges Herz, bei hellem Licht im Kopfe; gesunde Glieder ohne Schmerz, gesunde Speis im Topfe! und guter Mut und guter Wein soll künftig nirgends selten sein.
5. Die Mädchen sollen so geschwind als möglich Gatten haben, und süßes Glück durch Weib und Kind soll alle Männer laben, so deucht's uns gut beim Glase Wein, so wollen wir's, so soll es sein.
6. Die Männer, welche Zeit und Kraft dem Wohl der Brüder weihen, die sollen sich beim Rebensaft recht oft, wie wir jetzt, freuen! So wollen wir's, so soll es sein; so fügen wir's beim Glase Wein.
7. Der Reiche soll mit milder Hand dem schwachen Armen geben! Wir Menschen sind uns nah verwandt; ein jeder Mensch soll leben! Ergreift das Glas und trinkt den Wein: ein jeder Mensch soll glück= lich sein!
Wir sind nicht mehr am er=sten Glas; drum denken wir gern an dies und das, was rau=schet und was brau=set. 1. So den=ken wir an den wil=den Wald, da=rin die Stürme sau=sen; wir hö=ren, wie das Jagdhorn schallt, die Roß und Hun=de brau=sen, und wie der Hirsch durchs Was=ser setzt, die Flu=ten rauschen und wal=len, und wie der Jä=ger ruft und hetzt, die Schüs=se schmet=ternd fallen, die