Versos German Marie Eugenie Delle Grazie Campo Santo

German poem

Campo Santo

by (1864–1931)

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Es thürmten sich die Wolken zu Gewittern, In grauen Dunst gehüllt lag fern’ die See, Durch meine Seele fühlt’ ich’s beben, zittern Wie süße Lust, wie unaussprechlich Weh – Es thürmten sich die Wolken zu Gewittern....

Und rings um mich viel blasse Leichensteine, Umrankt vom Grün der Hoffnung üppig-weich, Mir war, als schritt’ auch ich im Zwielicht-Scheine Des Lebens und des Todes, ahnungsbleich – Und rings um mich viel blasse Leichensteine!

Vampyrgleich fühlt’ ich’s mir am Herzen hangen – War’s alte Pein? War’s jungen Glückes Keim? Von bitter-süßer Schwermuth hold umfangen, Schritt ich verflucht und doch gesegnet heim – Vampyrgleich fühlt’ ich’s mir am Herzen hangen!

O weh der Glückesgaben jener Stunden, Verwesungsduftig und gewitterschwül – Nun sagt es mir das Herz mit tausend Wunden, Daß ich geträumt aus einem Leichenpfühl – O weh’ der Glückesgaben jener Stunden!