Versos German Marie Eugenie Delle Grazie Von silbernen Mondesflittern

German poem

Von silbernen Mondesflittern

by (1864–1931)

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Von silbernen Mondesflittern Durchleuchtet träumt das Meer, Die Lüfte beben und zittern So heiß und traumesschwer.

Aufsteigt aus des Gartens Tiefe Der blüh’nden Magnolien Duft — Ein Hauch, betäubend, als schliefe Darin des Südens Luft;

Der Liebe beklemmender Schauer, Die schwüle Narkose der Lust, Und süß gebundene Trauer Einer stummen Menschenbrust....

Könnt’ ich euch Sprache verleihen, Ihr schimmernden Kelche, ihr, Ihr würdet vor Sehnsucht aufschreien, Vor Wonne schluchzen, gleich mir!