German poem
„Y–a! Y–a!“
by Marie Eugenie Delle Grazie (1864–1931)
„Y–a! Y–a!“ „Maledetto – Willst du endlich?“ doch er steht, Trotzig weit die Beine spreizend, Hoch die Nüstern aufgebläht.
Schläge? Pah! sein täglich Futter – Kaum noch fühlt sie Fleisch und Haut; Aber eine Meinung hat er, Und die sagt er Allen laut!
Boshaft lacht das graue Auge, Höhnisch zuckt das schiefe Maul – Wund der Rücken – doch was thut es? Ihm behagt’s und – er ist faul!
Stück für Stück rollt das Gemüse Aus den Körben, die er trägt; Schöne Waare – soll zu Markte – Doch wie auch der Führer schlägt,
Tobt und wüthet, rast und zetert – Beppo steht, ein ganzer Held, Schwitzt und blutet, weil’s nun einmal, Seiner Thorheit so gefällt;
Weil die besten seinen Ahnen Diesen Brauch auf ihn vererbt. Fromme Esel-Überlief’rung, Heilig, wenn auch oft gegerbt!
Mitleidvolle Seelen aber Sammeln sich im Kreis ringsum Und beseufzen heut’ wie immer Blödsinn als Martyrium!