Versos German Max Dauthendey Der welkende Kapokbaum

German poem

Der welkende Kapokbaum

by (1867–1918)

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Vor dem Fensterrahmen, in der Leere des Himmelsraumes, Steht draußen die dünne Krone eines Kapokbaumes.

Das Stämmlein hält seine wagrechten Zweige von sich wie Sprossen, Seine Blätter gilben und winken; sie haben ihr Leben genossen.

Sie wollen sterben und scheiden – und andern Raum geben an den Zweigen. Sie sind meinen Hoffnungen gleich, die täglich enttäuscht vom Himmel zur Erde steigen.