German poem
Die Frage
by Max Dauthendey (1867–1918)
Ein Licht brennt auf dem Tische Die lange, lange Nacht. Und in der Fensternische Steht bleich ein Weib und wacht.
Sie wandert mit den Blicken Nie müd' am Himmel hin. Die Himmelslichter nicken, Die langsam weiterziehn.
Kehrt er zurück? Die Frage Stellt sie still Nacht um Nacht. Sie wartet ohne Klage. Sie wartet und sie wacht.