German poem
Es kämpft der deutschen Erde Geist
by Max Dauthendey (1867–1918)
Es kämpfen nicht nur Mann gen Mann Zu Fuß und hoch zu Pferde, Die Sonne es dir sagen kann: Es kämpft der Geist der Erde.
Ich saß zur Ruh' bei einem Baum, Der hielt die Luft umschlungen, Die Sonne kam zum Blättersaum Und hat mir's zugesungen.
Zu meinen Füßen glänzte Gras Blank wie der Pferde Mähnen, Es war vom scharfen Tau noch naß Wie ein Gesicht voll Tränen.
Es kämpft der deutschen Erde Geist, Er will die Völker führen, Viel Blut aus tausend Wunden schweißt, Der Grashalm muß es spüren.
Sah dann im jungen Morgenblau Hell eine Taube fliegen, Ihr Lichtbild spiegelte im Tau. Heiliger Geist, hilf siegen!
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- Es ist den Frühlingshimmeln der Boden ausgestoßen
- Es ist der Abend im Mai mehr wach als der Morgen
- Es ist ein dunstiger Maientag
- Es ist ein Geisterreich neu in der Luft entstanden
- Es küssen mich prangende Lippen
- Es liegt bei mir und schreit des großen Krieges Not
- Es regnet Tränen
- Es rollen Räder tagaus, tagein