German poem
Es ist der Abend im Mai mehr wach als der Morgen
by Max Dauthendey (1867–1918)
Ich ging in der Nacht unter blühenden Lauben, Deren Gerüche wie Ätheröle verstauben. Auch die Ohren mußten dem Tauben klingen, So übten Nachtigallen der Leidenschaft Singen, Sie lösten sich ab in den Bäumen verborgen. Es ist der Abend im Mai mehr wach als der Morgen. Sie sangen von ihrem Begehr ohne Zaudern, Von Verzückung und süßen Schaudern, Und alle, die sie hörten, mußten Feuer fangen.
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- Es hat niemand wie dein Herz über dich Gewalt
- Es hockte im Morgen der Hirte am Bach
- Es irrt die Windsbraut ums Haus verstört
- Es ist den Frühlingshimmeln der Boden ausgestoßen
- Es ist ein dunstiger Maientag
- Es ist ein Geisterreich neu in der Luft entstanden
- Es kämpft der deutschen Erde Geist
- Es küssen mich prangende Lippen