German poem
Es irrt die Windsbraut ums Haus verstört
by Max Dauthendey (1867–1918)
Es irrt die Windsbraut ums Haus verstört, Durch die Schlüssellöcher man's klagen hört; Ist wie ein Lied, das umgeht herrenlos Und sucht sich zum Bleiben heut einen Herd, Daran es wachsen kann, wie eine Feuersbrunst groß, Und kommt wie ein Wolkenbruch über die Erd'. Es klagt die Windsbraut verstört ums Haus, Es gehn heut Schicksalsstimmen herein und hinaus, Als riß man den Singvögeln die Zungen aus.
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