German poem
Es hängt der Goldregen seinen Träumen nach
by Max Dauthendey (1867–1918)
Es singen die Kirchenglocken über den Bäumen, Als ob Fabelvögel mit erzenen Schwingen Aufrauschend durch die Wolken dringen.
Es hängt der Goldregen seinen Träumen nach, Die Kastanienkerzen leuchten an den dunkelgrünen Wegen Und Maiwolken stehen wie fliegende Gärten über dem Dach.
Nun wollen die Menschen nicht nur vor sich hingehen. Sie nehmen sich Flügel, wo sie sie finden, Und lassen sich gern beim Fliegen die Augen verbinden.