German poem
Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid
by Max Dauthendey (1867–1918)
Sehnsucht gab mir ihr weites Kleid, Seine Naht ist lang wie die Ewigkeit. Streicht die Sehnsucht um das Haus, Trocknen die plaudernden Brunnen aus; Die Tage kommen wie Tiere daher, Du rufst ihre Namen, sie atmen nur schwer; Du suchst dich im Spiegel, der Spiegel ist leer, Hörst nur der Sehnsucht Schritt, Du selbst bist nicht mehr.