Versos German Otto Ernst Schmidt Apologie

German poem

Apologie

by (1862–1926)

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Wohl werden manche meine Lieder schelten, Weil oft sie in des Friedens weichen Tönen Der Liebe Glück mit hohem Preise krönen; Doch laß ich's meine Muse nicht entgelten.

Oh, möchte ihre Huld mir Lieder schenken, Die dich, mein Lieb, für alle Zeiten preisen; Wohl acht ich's wert, in gotterfüllten Weisen Solch eines Weibes jubelnd zu gedenken.

Einst mag sich wohl zu meinen Liedern wenden Ein krankes Herz, das diese Welt verachtet, Weil Menschen es mit Grimm und Gram umnachtet Und ihm sein Glück zerstört mit rohen Händen.

Mir ahnt, wie manch ein Herz, das so gelitten, Sich neu im Glauben an die Menschheit weite, Wenn ich ihm künde, daß an meiner Seite Ein Engel durch dies Erdental geschritten.