German poem
O Saitenspiel
by Paul Heyse (1830–1914)
O Saitenspiel In schweigender Nacht, Wenn Tagesgewühl Zur Ruhe gebracht!
Worte verschwimmen Im Meer des Seins, Flammen verglimmen, Hüpfenden Scheins.
Nicht Ton und Gestalt, Nicht Farb' und Sinn; Mit dunkler Gewalt Nimmt Liebe dich hin.
Eins nur fühlst du: Du bist zu Zwein. Auch das verdämmert, Traum spinnt dich ein.
Dich stärkt die Welle Der Ewigkeit Für Himmel und Hölle Der nichtigen Zeit.