Versos German Peter Rosegger Dem Heimatlande

German poem

Dem Heimatlande

by (1843–1918)

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Hörst du das Läuten, Freund? Her aus den Weiten, Freund? Weckt es nicht wonnig des Wanderers Drang?— Glaub diesen Glocken nicht, Laß dich verlocken nicht Von der Sirene Weltpreisendem Sang!

Und mußt du dennoch fort, Jagend von Ort zu Ort, Suchend die Ziele, die Nirgendwo sind: Kehre fein balde um, Freund, in dein Heiligtum, Wo du bist Gatte und Vater und Kind.

Reiße vom Strande dich, Eh' fremde Bande dich Festgewebt; nimmer ihr Sklave sollst sein. Denn deine größte Kraft Und deine Meisterschaft Sproßt aus der heimischen Erde allein.—

Panzre mit Steirererz, Land, deines Sohnes Herz, Heb auf den Schild ihn Des leuchtenden Firn. Kränze mit Lärchenreis Und mit dem Edelweiß Würdig des Älplers Teutonische Stirn.—

Östlicher Rosenhauch, Südlicher Lorbeerstrauch Gleicht nicht des Tannenbaums Duftendem Reis. Was auch in weiter Welt Herrliches aufgestellt, Heiliges Heimatland, Dir sei der Preis!