German poem
Erstes bis zehntes Tausend — II (Ach, daß ich den ersten…)
by Peter Rosegger (1843–1918)
Ach, daß ich den ersten reinen Engelfrommen Kuß im Leben Einem Mädchen hab' gegeben, Schuldbefleckt, und nicht dem meinen!
Was soll ich dem Bräutchen sagen, Wenn es schuldlos, reingesittet Um den ersten Kuß mich bittet, Den ich schon zu Grab getragen!
Ach, ich will mit meinen Lippen Nun den scharfen Dornstrauch küssen, Um das giftige Blut zu büßen, —Dann erst an den ihren nippen.