German poem
Da vieles wankt und blasst und sinkt und splittert
by Stefan George (1868–1933)
Da vieles wankt und blasst und sinkt und splittert Erstirbt das lied von dunst und schlaf umflutet Bis jäher stoss das mürbe laub zerknittert · Von ehmals wilde wunde wieder blutet –
Bis plötzlich sonne zuckt aus nassen wettern · Ein schwarzer fluss die bleichen felder spreitet Und seltne donner durch die fröste schmettern .. Es merkt nur in dem zug der grabwärts gleitet
Die fackeln zwischen den geneigten nacken · Der klänge dröhnen aus dem trauerprunke Und sucht ob unter rauhen leides schlacken Noch glimme ewig klarer freude funke.