German poem
Seit jenem märchen wo ihr meine mündel
by Stefan George (1868–1933)
Seit jenem märchen wo ihr meine mündel An leicht bewölktem sonnigem gestade Geleitet wart auf schmale weisse pfade Und lilien trugt und korn- und traubenbündel
Ist dir die Eine liebe unvergänglich .. So oft es auch in toll verschlungne äste Und nebel lockte schwankender moräste Und in das dickicht düster und verfänglich:
Du fühltest scheu wie vor dem ungestümen Des wimmelnden und kämpfenden getreibes Wie vor dem falschen maass unedlen leibes Und übergliedern an den ungetümen.
Die frühe liebe blieb zum licht · zu holden Geländen sanftem berg und schlanker pinie Zur reinen farbe und zur klaren linie Und zum geflüster aus den gartendolden.