German poem
Hellas
by Theodor Däubler (1876–1934)
In Hellas ward die Gottheit hold gestaltet; Auf Meer und Inseln sehne dich hinaus! Nie faßt dich dort vor Menschen alter Graus: Sie haben sich zur Sonne stolz entfaltet.
Gesang, der treu – durch die Besinnung – schaltet, Geleite dich um dein vertrautes Haus! Gemüt, bald wird dir wohl bei Windgebraus: Du spürst, wie Herzensblut im Grauen waltet.
Der Krieger tritt gefaßt zum schönen Weibe: Die Leidenschaften wägt ein großes Maß, Daß Anmut ernstgeübten Leibern bleibe!
Bei Spielen, die kein kühnes Lied vergaß, Erblickst du Jünglinge mit heller Scheibe: Sie adeln Wettstreit, als geglückten Spaß.