German poem
Wie gerne ich mit fröiden were
by Ulrich von Singenberg (1200–1235)
Wie gerne ich mit fröiden were wer vnfröide niht so wert nv ist den richen fröide vnmere mêre ist swer ir zerehte gert ob ich an mir selben fvnde dc ich mih hohes mv̊tes gerne vnderwunde sone fvnde ich niht den núnden der mirs gvnde
Ich mv̊s lieben vnd leiden leiden trost von schulden geben trúwe vnd ere verret beiden beiden nieman kan geleben alte sitten ivngen lúten swer dv́ beide mit einander nv wil trúten der wirt gar zespotte kan ers niht verchúten
Liezen tǒben sich die wisen wisen vf der selden vart so kvnde ich ir leben prisen prisen wir ir tǒben art dc mag wol ir tvgent gerúwen do man alte sach dvr zuht die ivngen blv́wen do stůnt es an eren bas vnd ǒch an trúwen
Wer sol sich an valschen keren keren sich die valschen dran die niht gern wan valscher eren eren kraft nie man gewan wan der eine der des varte dc er so mit trúwe vnd ǒch mit zuht gebarte dc er sich niemer an ir betagete noh ǒch beiarte
We dc wir so kranke werben werben anders danne also est zeivngest niht wan sterben sterben alse lihte vro so dc wir die tage verswenden ane fröide vnd doh mit sorgen niht verenden wc sol truren fúr dc nieman kan erwenden