Versos German Wilhelm Hertz Waldfräulein

German poem

Waldfräulein

by (1835–1902)

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Am rauschenden Waldessaume Da ragt ein finstrer Thurm; Waldfräulein steht dort oben, Ihr Schleier weht im Sturm.

Und unten zieh’n blumige Kähne Den blauen Strom entlang, Drin tönet’s wie Küssen und Kosen, Wie Becher- und Saitenklang.

Fern sieht man sie gleiten und schwinden In des Abends goldenem Licht. – Waldfräulein zieht den Schleier Um’s bleiche Angesicht.