German poem
Reiter
by Wolfgang Müller von Königswinter (1816–1873)
Bin ein Reiter zu Pferd Mit Helm und mit Schwert, Mit klingenden Sporen! - Hinaus aus den Thoren!
Es trägt mich das Roß Voran allem Troß Mit Zügel und Bügel, Als hätte es Flügel.
In die Welt gehts hinein Ueber Stock über Stein, Den Berg zu erklimmen, Den Fluß zu durchschwimmen!
Ich suche den Feind, Wenn die Sonne hell scheint, Ich reit’ ihm entgegen In Sturm und in Regen.
Und kommt er zum Plan, So greif’ ich ihn an; Und will er nicht kehren, So muß ich’s ihn lehren.
Ihn schlägt meine Hand Aus der Stadt, aus dem Land; Denn mein muß es werden, Wo’s schön ist auf Erden!