German poem
Die Spieler von Caravaggio
by Alphonse Levy (1838–1917)
Ein Bild des Alltags! Einem schlimmen Paar Ist hier ein Jüngling in das Garn gerathen. So gut er spielt, verliert er immerdar, Denn seine Karten werden stets verrathen.
Er sieht es nicht, ahnt nicht das falsche Spiel, Das beide Söldner schnöde mit ihm treiben. Wer je in diese Art Gesellschaft fiel; Wie würde der wohl ungeplündert bleiben?
Weh Dem, den das Geschick dazu verdammte! Der Maler, der aus Caravaggio stammte, Der Amerighi, kannte die Genossen.
Er zeichnete im strengsten Wahrheitsstreben Die lasterhaften Buben nach dem Leben, Bis sie zuletzt im Zorn sein Blut vergossen.