German poem
Maienzeit
by Anton Ohorn (1846–1924)
Maienzeit, o sel’ge Tage, Weiß von Blüten Strauch und Baum – Du mein süßes Mädchen, sage: Scheint Dir’s nicht ein holder Traum?
Hoch vom Himmel Lerchenlieder, Rings die Erde sabbatstill, Und ich sinke vor Dir nieder – Ahnst Du, was das werden will?
Selig schweift Dein Blick ins Blaue, Trunken halt’ ich Deine Hand … Lenz und Lust, soweit ich schaue, Maienzeit in Herz und Land.
Anton Ohorn.