German poem
Er rastet mit seinen Gesöllen
by Arno Holz (1863–1929)
Brüder/ ümb vergnügt zu seyn/ bräucht es keiner Schäzze! Dihser junge Bircken-Hayn/ durch den froh beym Mayen-Schein wihderümb die Amsteln schreyn/ beut uns dausend Bläzze.
Jeder ist von Bluhmen bundt: Veilgen und Turkosen/ Jungffern-Schuch und Frauen-Mund dhut der Lentz uns leuchtend kund/ göldner gläntzt alß dihser Grund/ nicht das Glükks-Land Gosen!
Hihr ümb dihses Bächleins Rand werfft euch in den Wasen! Bässres ward noch nie bekandt – däkkt uns einmahl erst der Sand/ keiner hört dan mehr durchs Land waß die Schäffer blasen!
Traumt und kukkt den Wölckgens zu/ wie sie selig gleissen! Unterdeß lokkt gukrukru hihr der Döbber sine Fru/ ümb ihr schon im nechsten Nu in den Kamm zu beissen!
Jedes Kummers durchaus blohß/ freut euch dihser Stunde! Kaum schon fand wer so famos/ sälbst die Reden Ciceros; alle Weißheit Salomos lacht auß ihrem Munde!
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