German poem
Weiß ich, wohin ich noch gezogen werde
by August von Platen-Hallermünde (1796–1835)
Weiß ich, wohin ich noch gezogen werde, Und ob von euch ich nicht betrogen werde? Ich staune, daß ich, da mein Lenz entwichen, Vom Blütenstaub noch überflogen werde; Ich zweifelte, da ich gespielt den Kalten, Ob ein Gemüt mir noch gewogen werde? Doch weiß ich euch kein süß Geschwätz zu bieten, Das uns zu zärtlichen Eklogen werde: Zum Himmel trotzt mein Lebensbaum und harret, Ob er zur Laube noch gebogen werde; Wer meiner Fahrt Gefährte, sei gewärtig, Daß er ein Spiel der falschen Wogen werde!
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- Was ruhst du hier am Blütensaum
- Was will ich mehr, als flüchtig dich erblicken
- Wehe, so willst du mich wieder
- Weil da, wo Schönheit waltet, Liebe waltet
- Wenn auch getrennt die Körper sind, zu dringen
- Wenn du sammelst goldne Trauben ein
- Wenn du vergessen kannst und kannst entsagen
- Wenn du, Natur, eine Gestalt bilden willst