German poem
Acht und neunzigstes Sonett: [Amor, Schicksal und mein Gemüth, zum Lande]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Amor, Schicksal und mein Gemüth, zum Lande Vergangner Zeit gekehrt, hassend die Nähe, Betrüben so mich, daß mit Neid ich sehe Nach Jenen oft, so auf dem andern Strande. Amor zerreißt mein Herz, Schicksal entwandte Ihm allen Trost, und, daß es so ergehe, Zürnt das Gemüth und weint. Bey vielem Wehe Leb' ich so immerdar im Kriegesstande. Die süßen Tag' erwart' ich nicht zurücke, Vom Schlimmen nur zum Schlimmern will sich's wenden, Und hab' im Rücken schon die halbe Straße. Ach! nicht von Demant seh' ich, nein von Glase Die Hoffnung all' entfallen meinen Händen, Mein Denken all' zersplittern sich in Stücke.
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