German poem
Einhundert sieben und zwanzigstes Sonett: [O irre Schritt'; o Wünsch', ihr wachen, schnellen;]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
O irre Schritt'; o Wünsch', ihr wachen, schnellen; O treu Gedächtniß; o du wildes Sprühen; O schwaches Herz; o du der Sehnsucht Glühen; O meine Augen, Augen nicht, nein Quellen; O Zweig, der Stirnen Schmuck, der ruhmeshellen; O einz'ger Preis zwiefacher Kraft verliehen; O süßer Wahn; o Leben du voll Mühen, Die ihr mich treibt durch Berg' und Uferstellen; O schönes Aug', wo Amor waltet inne Mit Sporn und Zaum, womit er lenkt und treibet Nach Willkür, daß umsonst all' Widerstreben. O adelige Seelen treuer Minne, Gibt's deren hier, und ihr, o Schatten, bleibet Und sehet, ach! wie wehevoll mein Leben!
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