German poem
Einhundert sieben und siebenzigstes Sonett: [Huld, die der Himmel Wen'gen gibt zu eigen;]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Huld, die der Himmel Wen'gen gibt zu eigen; Tugend, nicht heimisch in der Menschen Kreise; Und unter blondem Haar Verstand der Greise; Und Himmelsschönheit bey demüth'gem Neigen; Ein huldreich fremd und einziges Bezeigen; Ein Singen, so im Herzen nachtönt leise; Der Engelgang: ein Geist, der glüher Weise Das Härtste brechen muß und Hochmuth beugen; Und schöne Augen, Herzen zu versteinen, Mächtig, so Nacht als Tiefen zu erhellen, Geister, dem Leib' entführt, andern zu geben; Worte, die süßem, hohem Sinn sich einen, Und lieblich unterbrochner Seufzer Schwellen; Die Zauberer verwandelten mein Leben.
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