German poem
Zweyhundert vier und neunzigstes Sonett: [So weit den Blick der Himmel klärt' hienieden]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
So weit den Blick der Himmel klärt' hienieden, So weit mir hoben Lieb' und Lust die Schwinge, Sah neu' und hold' ich, aber ird'sche Dinge, Die Einem Wesen jeder Stern beschieden. Andre gleich viel, ganz fremd und ganz verschieden, Aus ew'ger himmlischer Gestalten Ringe, Weil mein Verstand für Solches zu geringe, Mußten mein schwaches Auge bald ermüden. Drum was von ihr ich schrieb, von ihr ließ hören, Die nun vor Gott für Lob Gebeth mir spendet, Nur Tröpflein war's aus unermess'nen Meeren. Denn Geist und Wort an einer Gränze endet; Wenn starr die Augen sich zur Sonne kehren, Sehn minder sie, je mehr sie Strahlen sendet.
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