German poem
Es irrt, vom Meeresstrand verschlagen
by Franz von Dingelstedt (1814–1881)
Es irrt, vom Meeresstrand verschlagen, Die Möw' im Walde hin und her; Die Flügel, ängstlich flatternd, tragen Die arme Wandernde nicht mehr.
Was zogst du auch vom freien Strande, Aus deiner Klippen sichrer Bucht, Hierher in enge Binnenlande, In dieser Tannen niedre Zucht? Du findest deinen Weg nicht wieder Getäuschte, in dein Küstenland, Und deines Heimwehs schrille Lieder Verhallen ungehört im Sand.
Dort, wo im Nest die Turteltaube Mitleidig dir entgegengirrt, Dort such dir unter falbem Laube Ein Grab, das deine Freistatt wird.
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