Versos German Franz von Dingelstedt Es schauert durch die Luft ein Klang

German poem

Es schauert durch die Luft ein Klang

by (1814–1881)

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Es schauert durch die Luft ein Klang, Der hallt im Tiefsten nach; Ob eine Äolsharfe sprang, Ob wo ein Glöcklein brach?

Hoch um die Alpenhörner fliegt Ein goldner Wolkentraum, Und auf des Sees Wellen wiegt Sich weißer Segel Saum.

O wüßt' ich nur, wie mir zu Mut! ... Zerfließen möcht ich ganz, Vergehn im jener Berge Glut, In Abend-Duft und Glanz!

Die Arme breit ich weinend aus Ins Tal und zu dem Wald: Ach! eine Hand – ein Herz – ein Haus! – Umsonst ... der Klang verhallt.