German poem
Als mich Dein Wandeln an den Tod verzückte
by Franz Werfel (1890–1945)
Als mich Dein Dasein tränenwärts entrückte Und ich durch Dich ins Unermeßne schwärmte, Erlebten diesen Tag nicht Abgehärmte, Mühselig Millionen Unterdrückte?
Als mich Dein Wandeln an den Tod verzückte, War Arbeit um uns und die Erde wärmte. Und Leere gab es, gottlos Unerwärmte, Es lebten und es starben Niebeglückte!
Da ich von Dir geschwellt war zum Entschweben, So viele waren, die im Dumpfen stampften. An Pulten schrumpften und vor Kesseln dampften.
Ihr Keuchenden auf Straßen und auf Flüssen!! Gibt es ein Gleichgewicht in Welt und Leben, Wie werd' ich diese Schuld bezahlen müssen!?