Versos German Franz Werfel Stimme

German poem

Stimme

by (1890–1945)

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War Dein Gang in großer Sonne verschwebend, War Dein windiges Kleid, mir vorüberlebend, War der tiefe Atemzug Dein Gesicht, War das alles ein Letztesmal, Und ich ahnte den Abschied nicht? Die Straße hat Deinen Fuß vergessen, Erde und Ätherstrahl gaben Dein verschüttetes Lachen aus. Die boshafte Treppe im Haus, Wo aufwärts das Letztemal Dein Antlitz durch mich brach, Wie das dunkelselige Licht Durch erhabene Fenster der Tempel bricht, Wissend höhnt mir die Treppe, nach. Denn ich atmete nicht, Daß Dein ferner Atem sich nicht mehr in meinen flicht.

Antwort

Es gibt nicht eine Stelle, Die Du durch Dich nicht abgestellt. Es gibt nicht eine Helle, Die von Dir nicht ins Finster fällt. Alle Welt ist Letztesmal Abschied heißt jedes Tal.

Mit müden Straßenbäumen bin ich weggeglitten, Aus vielen Träumen bin ich abgeschritten. Und doch, es eint, Daß wir uns vorbeigeweint, Und daß wir arm sind, ohne Gleichen, Niemals zu uns hinüberreichen! O Abschied, Brunnen aller Worte!