German poem
Du bist von mir als wie der Lenz geschieden
by Friedrich Rückert (1788–1866)
Du bist von mir als wie der Lenz geschieden, Wie war dein Abschiedlächeln zaubervoll! Ein Thränchen Tau an deinen Augenliden, Ein Seufzerchen, das auf der Lippe schwoll! So schiedest du, der Wehmut stillen Frieden In meinem Busen lassend, nicht den Groll. So sieht Erinn'rung ewig dich hienieden, Bis ich dich droben ewig sehen soll.
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- Du bist ein Schatten am Tage
- Du bist gegangen, und wir gehn dir alle nach
- Du bist in Gottes Ratsversammlung nicht gesessen
- Du bist vergangen, eh' ich's gedacht
- Du blühetest die schönste aller Eichen
- Du brauchst nicht deinen Schmerz zu nähren
- Du denkst vielleicht, ich habe dich vergessen
- Du fragst, wie Ewigkeit du dir auf Erden dichtest