German poem
Du fragst, wie Ewigkeit du dir auf Erden dichtest
by Friedrich Rückert (1788–1866)
Du fragst, wie Ewigkeit du dir auf Erden dichtest? Nicht anders als indem du Zeit und Raum vernichtest. Die Zeit vernichtest du, wenn selig du vergissest Vergangenes und nicht Zukünftiges ermissest. Den Raum vernichtest du, wenn, wo du bist, du bleibst In Frieden, dich nicht um in fremden Kreisen treibst. Dadurch vernichtest du nicht völlig Zeit und Raum, Doch ist, was übrigbleibt, dir nur ein leichter Traum. Aus diesem Traume laß vom Wachen dich nicht stören; Was hast du auf der Welt zu sehn noch und zu hören? Und was du hören mußt und sehn, dir ist gegeben Die Kunst, es deinem Traum unstörend einzuweben.
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- Du blühetest die schönste aller Eichen
- Du brauchst nicht deinen Schmerz zu nähren
- Du denkst vielleicht, ich habe dich vergessen
- Du gingest nicht, du flogest
- Du glaubst, was ich nicht glaub', und glaubst nicht, was ich glaube
- Du glaubtest längst dich vorbereitet
- Du hast fünf Jahre lang