German poem
Daß nichts Ewigs hier zu hoffen- lehret uns das schnelle Jahr
by Hans Assmann von Abschatz (1646–1699)
Daß nichts Ewigs hier zu hoffen/ lehret uns das schnelle Jahr/ Macht die rauberische Stunde/ die den Tag entführet/ wahr. Linder Sudwind bricht den Frost/ Sommers Glutt vertreibt den Mäyen/ Weicht dem Herbst/ der Früchte streut/ und bald will es wieder schneyen. Doch der Mond erholt sich wieder/ wenn er abgenommen hat; Wir/ wenn wir einmahl erreichen unsrer Vätter Lagerstatt Werden nach dem Leibe Staub/ sehen diese Welt nicht wieder. Wer weiß ob uns morgen noch geht die göldne Sonne nieder! Warum suchst du denn dein Geld so begierig auffzuheben? Was des Erben Geitz entgeht/ bringt dir Danck bey deinem Leben.
More by Hans Assmann von Abschatz
- Das schnöde Geld vertreibt und bringt viel Harm
- Das starck getriebne Werck- die Arbeit vieler Hände
- Das Trappeliren ist der Welt gemeines Spiel
- Daß man vor dem Feinde mög unbewehret sicher bleiben
- Dein Arm will meinen Leib- dein Mund mein Hertz umschlüssen
- Dein grosses Geld und Gutt halff dir Filinden freyen
- Dein Schaaff verirret sich/ Herr- hol es wieder ein
- Dein Sincken zieht mich