German poem
Am Rhein
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Von Westfalens roter Erde Kam ich zu des Rheines Borden, Zu den Bergen, zu den Burgen Und zu seinen Rebenhügeln. –
Zog als lustiger Poete, In der Hand den Wanderstecken, Durch die Täler, durch die Auen Und erklomm die schroffen Grate. –
Hab’ gejodelt, hab’ gepfiffen, Wie ein rechter Wanderbursche – Auch im Abendrot geträumet Und gelauscht dem Lurleisange. –
Stammverwandt ist mir der Rheingau Von den Ahnen und ich lieb’ ihn; Lieb’ die Burgen, lieb’ die Berge Und den Wein an ihren Hängen. –
Treu Westfalens roter Erde, Der als Sohn ich angehöre, Bleib’ ich stammverwandt dem Rheinland, Lieb’ ich beide, Ruhr und Rheine. –