German poem
An –
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Du, von dem alle sagen, Du hörtest Menschenfleh’n – Vernahmst du nicht mein Klagen? – Hast du mein Leid geseh’n? –
Und wenn du es vernommen, Warum mit Göttermacht Bist du dann nicht gekommen Und hast mir Trost gebracht? –
Vergebens kniet’ ich nieder Und nannte dich den Herrn – Warum, ich frage wieder, Blieb deine Hilfe fern? –
Und schlug mein Herz sonst bänger Vor deiner Göttermacht – Ich glaube nun nicht länger, Die Zweifel sind erwacht. –