German poem
Herbstschöne
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Nun sind im Jahresreigen Verstummt die hellen Geigen Mit ihrem Lustgetön. Die glühen Sommerfarben Sie welkten schon und starben, Und dennoch ist es schön. –
Wenn auch das Sonnenprangen Vom Wolkenflor verhangen, Und wenn auch Nebel brau’n – Du mußt es nur verstehen Im Sterben und Vergehen Die Schönheit noch zu schau’n.