German poem
Herzensfrühling
by Heinrich Kämpchen (1847–1912)
Auch das Herz hat seinen Frühling, Wo’s sich drinnen lustig reget, Wie das Kind am Mutterbusen Arm und Händchen froh beweget. –
Auch das Herz, das stille kalte, Fühlet oft ein süßes Klopfen Und es dünkt ihm seltsam schaurig Wie der Blum’ bei Maientropfen. –
Und es dehnt sich und es streckt sich Und es ist ihm so beklommen – Ha, der Frühling bricht die Schollen Und die Blüten werden kommen. –