Versos German Johann Karl Wilhelm Geisheim Der Windmüller

German poem

Der Windmüller

by (1784–1847)

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Meine Mühle geht, Meine Mühle steht, Wie die Zeit es will. Wachsam und geduldig, An dem Wind’ unschuldig, Halt’ ich seinen Launen still.

Und so wie sie wehn, Muß die Mühl’ ich drehn, Bald nach Ost, nach West; Muß vom Winde leben, Glücklich, wenn er eben So wie ich ihn brauche, bläst.

Achten früh und spät Muß ich, wie er weht; Muß nach seiner Kraft Lüften meine Flügel, Daß nicht sonder Zügel Meiner Mühl’ er Unglück schafft.

Und Trepp auf, Trepp ab, Sack hinauf, hinab, Geht’s den ganzen Tag; Und auch durch die Nächte Klappert jede rechte Mühle, wenn’s nur klappern mag.

Nehmt euch, Mann für Mann, Hübsch ein Beispiel dran, Macht es mir nur nach. Fröhlichkeit und Frieden Ist euch dann beschieden, Wie mir unter’m Windmühldach.

Denn aus meinem Haus Guck ich lustig ’raus, In die Welt umher; Darf doch niemals fasten, Hätt’ auch mehr im Kasten, Wenn, ja wenn der Krug nicht wär’.