Versos German Karl Arnold Kortum Die Jobsiade — Fünfunddreißigstes Kapitel

German poem

Die Jobsiade — Fünfunddreißigstes Kapitel

by (1745–1824)

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Man fande bei wohlerwogenen Umständen Nun wegen der Heirath nichts weiter einzuwenden; Denn aus dem gelesenen Bericht war klar, Daß Jungfer Esther von berühmter Familie war.

Um damit zum erwünschten Ende zu kommen, Hat Herr Jobs seiner Schwester Ausstattung übernommen, Und diese fiele weit reichlicher aus, Als bei manchem Fräulein aus 'nem großen Haus.

Der beiden Liebenden Wonne und Entzücken Vermag meine Feder nicht auszudrücken; Sie hätten, von ihrem Glücke berauscht, Mit keinem Monarchen der Erde getauscht.

Denn es ist durchaus den Verlobten so eigen, Zu sehen den Himmel voll Flöten und Geigen, Und als wäre in dieser argen Welt Alles für sie aufs beste bestellt.

Dennoch folget nach geschloßner Ehe Auf den ersten Jubel meist Reue und Wehe, Und nach verschwundnem Rausche denkt man gar: Ich war, als ich heirathete, ein Narr.

Zu den Vermählungsfeierlichkeiten Suchte man nun alles vorzubereiten, Und es war wirklich vierzehn Tage hernach Der längst erseufzete Hochzeitstag.